Multimodulares SeSAM - Sequenzielles Sedierungs und Analgesie Management in der Intensivmedizin

Multimodulares SeSAM - Sequenzielles Sedierungs und Analgesie Management in der Intensivmedizin

von: J. Martin, M. Messelken, R. Dieterle-Paterakis

W. Zuckschwerdt Verlag, 2003

ISBN: 9783886038046 , 70 Seiten

4. Auflage

Format: PDF, OL

Kopierschutz: DRM

Windows PC,Mac OSX Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Windows PC,Mac OSX,Linux

Preis: 12,99 EUR

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Mehr zum Inhalt

Multimodulares SeSAM - Sequenzielles Sedierungs und Analgesie Management in der Intensivmedizin


 

Unerwünschte Nebeneffekte von Sedierung und Analgesie (S. 44-45)

Dosisbegrenzung

Aufgrund einer retrospektiven Patientenbeobachtungsstudie an Patienten mit akutem SHT empfehlen Cremer et al. (36), Propofol nicht höher als 5 mg/kg KG/Stunde bei der Langzeitsedierung auf Intensivstationen zu dosieren, da Fälle von Herzversagen mit höheren Dosierungen assoziiert waren. Aus den Daten geht allerdings kein kausaler Zusammenhang hervor. (Beispiel: Patient 70 kg, maximale Dosis 350 mg Propofol pro Stunde, dies entspricht einer Laufrate von 17,5 ml Propofol 2% pro Stunde)

Fettbelastung

Eine mögliche Nebenwirkung der Sedierung mit Propofol ist die Hypertriglyzeridämie, verursacht durch die 10%ige Lipidträgerlösung. Zeigt ein regelmäßiges Monitoring der Triglyzeride trotz Verwendung von 2%iger Propofollösung dauerhaft erhöhte Werte bei optimierter Ernährungstherapie, dann sollte die Fortführung der Sedierung mit anderen Substanzen (z.B. Methohexital, Ketamin) erfolgen. Bei der Aufstellung des Ernährungsregimes ist die Fettzufuhr durch die Gabe von Propofol einzuberechnen.

Bakterielle Kontamination
Mikroorganismen können in Fettemulsionen gut gedeihen. Schon früh nach Einführung von Propofol in die klinische Routine gab es in den USA und Europa (38, 39, 40, 41) Meldungen, dass Patienten durch verunreinigtes Propofol infiziert wurden. Untersuchungen ergaben, dass bei einigen Patienten die gleichen Erreger gefunden wurden, die sich auch in den Restmengen der verwendeten Propofolemulsion nachweisen ließen. Da die Chargenuntersuchungen keine Verunreinigung zeigten, ist davon auszugehen, dass die bakteriellen Kontaminationen durch nicht streng aseptisches Vorgehen beim Aufziehen der Lösung verursacht wurden.

In verschiedenen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass sich durch den Zusatz von 0,005% Dinatriumedetat (Na2EDTA) extrinsisch zugeführte Keime im Wachstum signifikant hemmen lassen und die Fettemulsion das mikrobielle Wachstumspotenzial einer Nichtlipid-Infusionslösung bekommt (42). Der Zusatz hat weder einen Einfluss auf die Wirkung des Pharmakons noch auf die Magnesium- und Kalzium-Homöostase. In einer Untersuchung wurde eine erhöhte Zinkexkretion im Urin, jedoch ohne klinische Relevanz, beobachtet (43, 44).

Diese Ergebnisse führten in den USA dazu, dass nur noch Propofolspezifitäten mit antimikrobiell wirksamem Zusatz zugelassen sind. In einer retrospektiven Betrachtung der Daten der Zulassungsstudie fanden Herr et al. (44) in der Gruppe der Patienten, die Propofol mit 0,005%igem EDTA-Zusatz erhielten, eine geringere 7- bzw. 28-Tage-Mortalität. Die Autoren mutmaßen, dass synergistische protektive Effekte der Komponenten (EDTA, Propofol, Fettemulsion) inflammatorische Prozesse eindämmen und dem Intensivpatienten bessere postoperative Erholungsmöglichkeiten bieten können. Das Ergebnis muss aber erst noch durch prospektive Studien mit speziell darauf ausgerichtetem Design abgesichert werden.

Auf streng aseptisches Umgehen mit der Propofolemulsion ist zu achten! Um eine hohe Fettbelastung zu vermeiden und das Risiko einer bakteriellen Infektion zu minimieren, ist der standardisierte Einsatz von Propofol 2% mit 0,005%igem EDTA zu empfehlen.