Handschriften deuten - Die Persönlichkeit im Spiegel der Schrift.

Handschriften deuten - Die Persönlichkeit im Spiegel der Schrift.

von: Helmut Ploog

Humboldt, 2008

ISBN: 9783869108629 , 185 Seiten

6. Auflage

Format: PDF, Mobile-PDF, OL

Kopierschutz: DRM

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Preis: 9,49 EUR

Mehr zum Inhalt

Handschriften deuten - Die Persönlichkeit im Spiegel der Schrift.


 

Besondere Fragestellungen (S. 120-122)

Die Frage nach der Intelligenz

Obwohl Graphologen im Rahmen ihrer praktischen Tätigkeit immer wieder aufgefordert werden, zu Fragen der In - telligenz von Bewerbern Stellung zu nehmen, gibt es nur sehr wenige Publikationen, die sich ausschließlich mit diesem Thema befassen. In deutscher Sprache steht an erster Stelle Max Pulver mit „Intelligenz im Schriftausdruck" (Zürich, 1949), in französischer Sprache Michel de Grave mit „La pensée et l’intelligence" (Brüssel, 1992). Eine 1996 erstellte Diplomarbeit am Seminar für Angewandte Psychologie in Zürich von Elisabeth Keiser-Gröber befasst sich mit der emotionalen Intelligenz im Schriftausdruck (Zürich, 1996). Der spanische Graphologe Jaime Tutusaus fasst zusammen: „Intelligenz ist die Fähigkeit, die Beziehung zwischen zwei bewussten Ideen wahrzunehmen und zu verstehen, rational zu denken, effiziente Beziehungen mit der Umgebung aufzubauen, planmäßig zu denken und zu handeln, um neue Problemstellungen zu bewältigen."

In der Psychologie wird als eine Kategorie zur Beschreibung der Persönlichkeit auch der Aspekt der kognitiven Interaktion genannt. Kognitiv heißt erkenntnismäßig und bezieht sich auf die bewussten Denkfunktionen. Es handelt sich also um das bewusste, rationale oder geistige Zusammenspiel zwischen Individuum und Umwelt. „Kognitive Prozesse beginnen mit der Wahrnehmung von Umweltinformationen. Diese werden durch das analytische und abstrahierende Denken verarbeitet. Kognitive Bewusstseinsinhalte (Gedanken) können alsdann durch das Kombinationsvermögen miteinander verknüpft werden. Die Ideenbildungsfähigkeit schafft neue Gedanken oder Ideen. Mittels des Kommunikationsvermögens werden kognitive Inhalte an die Umwelt mitgeteilt.

Zusätzlich vermag das Individuum kognitive Inhalte kurzzeitig durch die Merkfähigkeit und langfristig durch das Gedächtnis zu speichern. Schließlich laufen alle kognitiven Prozesse in der Zeit ab, mit unterschiedlichem Tempo" – so der Graphologe Furrer. Im Rahmen der bisherigen Intelligenzforschung gelang es den Forschern nicht, sich bei der empirisch-quantifizie - renden Erfassung von Wesen und Strukturen der Intelligenz auf ein einheitliches Konzept zu einigen. In der an - gloamerikanischen Psychologie spricht man deshalb nicht mehr von „intelligence", sondern nur noch von „factors", die miteinander korrelieren und im Rahmen der Intelligenz eine Rolle spielen. Der erfolgreiche Einsatz der Intelligenz erfordert aber auch noch andere Persönlichkeitsfaktoren, wie Interesse an der Sache, Ausdauer, Selbstvertrauen, Identifikation mit einer Aufgabe usw.