Caligula. Wahnsinniger Tyrann oder Opfer tendenziöser Geschichtsschreibung?

von: Katharina Markmann

GRIN Verlag , 2010

ISBN: 9783640541874 , 19 Seiten

Format: ePUB, PDF

Kopierschutz: frei

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Preis: 12,99 EUR

  • Die Gläubigeranfechtungen nach klassischem römischen Recht
    Politik der Ehre - Die Rehabilitierung der Berufssoldaten in der frühen Bundesrepublik
    Schuld und Schulden - Die Politik der Wiedergutmachung für NS-Verfolgte seit 1945
    Servitus und Easement - Die Rezeption des römischen Servitutenrechts in England
    Hirnströme - Eine Kulturgeschichte der Elektroenzephalographie
    Transnationale Vergangenheitspolitik - Der Umgang mit deutschen Kriegsverbrechern in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Bauern, Junker und Beamte - Der Wandel lokaler Herrschaft und Partizipation im Ostelbien des 19. Jahrhunderts
    Rasse, Siedlung, deutsches Blut - Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS und die rassenpolitische Neuordnung Europas
    Abschied vom Empire - Die innere Dekolonisation Grossbritanniens 1945-1985
    Vernichten und Erinnern - Spuren nationalistischer Gedächnispolitik
    Frankreich und die deutschen Kriegsverbrecher - Politik und Praxis der Strafverfolgung nach dem Zweiten Weltkrieg
    Neue Annalistik - Umrisse einer Theorie der Geschichte
 

Mehr zum Inhalt

Caligula. Wahnsinniger Tyrann oder Opfer tendenziöser Geschichtsschreibung?


 

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Technische Universität Dresden, Sprache: Deutsch, Abstract: Ende des 19. Jahrhunderts diagnostizierte Ludwig Quidde nach eingehendem Studium der literarischen Quellen Caligulas Cäsarenwahnsinn: 'Das Bild des Cäsarenwahnsinns, das uns Caligula darbietet, ist geradezu typisch.' Folgt man unkritisch den Darstellungen der einschlägigen Quellen, bietet sich einem tatsächlich dieses Bild. Seneca, eine der wenigen zeitgenössischen Quellen, kommt schon zu diesem Urteil. Laut dessen Beschreibung hat sich die Verderbtheit des Herrschers schon in seinem Äußeren widergespiegelt: 'Derart abstoßend war seine Blässe, ein Indiz des Wahnsinns [insaniam testantis], derart finster die Augen, die sich unter seiner Altweiberstirn verbargen, derart häßlich sein kahler Schädel, mit ausgeborgtem Haar beklebt.' WINTERLING zufolge fällt Seneca allerdings kein psychologisches Urteil und erklärt Caligula damit für geisteskrank, sondern er möchte dessen unmoralisches und vor allem unkonventionelles Verhalten anprangern. Erst Sueton, so WINTERLING weiter, macht Caligula zu einem Wahnsinnigen im pathologischen Sinne und prägte damit entscheidend das Bild Caligulas. Auch deutet sich in dieser Textstelle bereits an, dass in den Berichten Caligula betreffend oft eine tiefe Verachtung und Abscheu mitschwingt und hier wohl eher emotionale statt rationale Urteile gefällt und tradiert wurden. Ich möchte in dieser Arbeit exemplarisch alternative Deutungsmuster zusammentragen, die ein anderes Licht auf das Verhalten des jungen Princeps werfen und dabei auch der Frage nachgehen, warum es zu einer derart negativen Darstellung Caligulas in den Quellen kam. Dabei erhebe ich jedoch keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit, da es den Rahmen einer Hausarbeit sprengen würde, alle vorhandenen Quellen und die gesamte Sekundärliteratur einzubeziehen.