Meditationen - Mit sämtlichen Einwänden und Erwiderungen

Meditationen - Mit sämtlichen Einwänden und Erwiderungen

von: Rene Descartes, Christian Wohlers

Felix Meiner Verlag, 2011

ISBN: 9783787322305 , 651 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: DRM

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Preis: 24,99 EUR

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Meditationen - Mit sämtlichen Einwänden und Erwiderungen


 

In den Meditationes de prima philosophia (1641) erweist Descartes die Tauglichkeit der von ihm gefundenen erkenntnistheoretischen Methode für die Grundlegung gewisser Erkenntnis. Husserl über das Werk, das die Philosophie der Neuzeit begründete: 'Die Cartesianischen Meditationes wollen nicht zufällige subjektive Besinnungen Descartes' sein oder gar eine literarische Kunstform für die Übermittlung der Gedanken des Autors. Vielmehr geben sie sich offenbar als die in der Art und Ordnung ihrer Motivation notwendigen Besinnungen, die das radikal philosophierende Subjekt als solches notwendig durchmachen muß [.] Darin also liegt die Ewigkeitsbedeutung der Cartesianischen Meditationes. Sie zeichnen [.] den notwendigen Stil des philosophischen Anfangens.' Die vorliegende deutsche Übersetzung enthält neben dem Haupttext sämtliche Einwände von Caterus, Mersenne, Hobbes u.a. sowie Descartes' Erwiderungen nach der Maßgabe des Textbestandes der lateinischen Erstausgabe von 1641 und der erweiterten zweiten Auflage von 1642. Grundlage für die Übersetzung bildet der lateinische Text in der Standardausgabe von Adam und Tannery, Bd. VII. Vergleichend hinzugezogen wurde die von Descartes selbst durchgesehene französische Übertragung der 'Meditations Metaphysiques' von C. Lerselie R. (Paris 1647).

René Descartes wird 1596 in der Touraine als Sohn eines Parlamentsrates geboren. Der Achtzehnjährige tritt 1604 ins jesuitische Collège Royal ein und erhält dort eine umfassende Ausbildung in Latein, Geschichte, Rhetorik, Philosophie, Physik und Mathematik. Von 1616 an reist Descartes im Dienste unterschiedlicher Feldherren quer durch Europa und nimmt an den ersten Feldzügen des Dreißigjährigen Krieges teil. Dabei ist er jedoch ständig auch mit naturwissenschaftlichen wie auch philosophischen Fragestellungen beschäftigt und nutzt die Gelegenheit, sich europaweit mit führenden Gelehrten auszutauschen. Die Emigration in die Niederlande 1628 ist auf die Auseinandersetzung mit Theologen Frankreichs zurückzuführen. Dort erscheint auch 1637 anonym die Discour de la méthode. Die Meditationes de prima philosophia (1641) entwickeln dann die im Discour nur angedeutete grundlegende Wissenschaft der Metaphysik, während die Principia Philosophiae die Zäsur setzen, die Descartes' Rang als Begründer der Philosophie der Neuzeit geltend machen. 1649 folgt Descartes einer Einladung seiner Briefpartnerin, der Königin Christina von Schweden, sie in der Philosophie zu unterrichten. Kaum angekommen, erliegt er jedoch dem rauhen Klima und stirbt 1650 an einer Lungenentzündung.