John Sinclair - Folge 1720 - Die Nacht der Voodoo-Queen

von: Jason Dark

Bastei Lübbe AG, 2011

ISBN: 9783838709338 , 64 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: Wasserzeichen

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Preis: 1,49 EUR

  • William Kentridge & Peter L. Galison - Die Ablehnung der Zeit (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 009)
    Péter György - Die beiden Kassels: gleiche Zeit, anderer Ort (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 016)
    Lawrence Weiner - If In Fact There Is a Context (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 008)
    Erkki Kurenniemi - (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 007)
    Etel Adnan - Der Preis der Liebe, den wir nicht zahlen wollen (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 006)
    György Lukács - Notizen zu Georg Simmels Vorlesungen, 1906/07, und zur »Kunstsoziologie«, ca. 1909 (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 005)
  • Paul Ryan - Zwei ist keine Zahl Ein Gespräch mit Ayreen Anastas & Rene Gabri (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 015)
    Alejandro Jodorowsky - (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 014)
    G.M. Tamás - Die unschuldige Macht (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 013)
    Vandana Shiva - Die Kontrolle von Konzernen über das Leben (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 012)
    Jalal Toufic - Poes »Das Ovale Porträt«, mit den Augen eines Engels gelesen und umgeschrieben (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 011)
    Christoph Menke - Ästhetik der Gleichheit (dOCUMENTA (13): 100 Notes - 100 Thoughts, 100 Notizen - 100 Gedanken # 010)
 

Mehr zum Inhalt

John Sinclair - Folge 1720 - Die Nacht der Voodoo-Queen


 

"(S. 13-14)

Steckten wir in der Falle? Es war durchaus möglich, denn wenn wir uns bewegten oder zu flüchten versuchten, dann würden die uns bewachenden Skelette angreifen, um uns zurückzuhalten. Es war verrückt. Wir wurden tatsächlich von einer Gruppe von Fleischlosen bewacht, die sich rechts und links des schmalen Wegs aufgebaut hatten und deren Knochen in der Dunkelheit leicht gelblich schimmerten. Sie waren eine Gruppe von Musikern.

Wir hatten sie gesehen und auch gehört, denn sie trugen einige Instrumente mit sich. Alte Trommeln, Flöten und verstimmte Geigen oder geigenähnliche Instrumente. Sie warteten, wir warteten. Und es stellte sich nicht mal die Frage, auf wen, denn das wussten wir beide. Auf Matthias! Auf Luzifers rechte Hand. Auf die Gestalt, die so normal aussah und die trotzdem das Böse und auch die Kälte der Hölle in sich vereinigte. Er hatte seine Spuren in dem kleinen irischen Ort Quimlin hinterlassen, in dem er einen pensionierten Geistlichen getötet hatte, und das mit der ihm ureigensten Methode.

Er hatte ihm das Gesicht auf den Rücken gedreht. Durch einige Umwege war die Nachricht bis zu uns nach London gedrungen, und wir hatten uns auf der grünen Insel in Cork sogar die Leiche anschauen können, sodass wir richtig Bescheid gewusst hatten. Dann hatte uns dieser Fall hierher nach Quimlin geführt, einem Dorf, das nördlich von Cork in einer einsamen bergigen Gegend lag.1 Und hier hatten wir den nächsten Toten gefunden. Einen Reporter, dessen Körper mit dem Kopf zuerst in einem Grab gesteckt hatte.

Auch eine Tat des Matthias, der noch im Hintergrund lauerte und erst andere vorschickte – wie diese lebenden Skelette, die aus einem Massengrab geholt worden waren, in dem sie vor einigen Jahrzehnten begraben worden waren, nachdem man sie ermordet hatte. Jetzt wollten sie sich rächen, und dass es dazu kam, dafür hatte Matthias gesorgt. Hier war er uns noch nicht direkt begegnet, aber seine Helfer reichten uns. Wir befanden uns noch nicht mitten im Ort, wohin die Fleischlosen unterwegs waren, um ihre Rache anzukündigen.

Ob sie vorhatten, die Bewohner zu töten, weil sie von deren Großvätern als fahrendes Volk umgebracht worden waren, stand nicht fest. Wir gingen aber davon aus, und mit Matthias an der Spitze war eigentlich alles möglich. Wir waren nicht waffenlos. Suko hielt seine Dämonenpeitsche schlagbereit, ich hatte mein Kreuz offen vor die Brust gehängt, und so warteten wir praktisch nur auf den Anführer. Uns beiden war klar, dass wir auch verlieren konnten, denn die Macht dieses Geschöpfs, das aussah wie ein Mensch, war ungeheuerlich. Nicht grundlos hatte Luzifer ihn zu seinem ersten Diener gemacht. Ich fand es nicht komisch, hier auf der Straße zu stehen und zu warten. »Locken wir sie, John?« Ich hob die Schultern."