Das Grab des Herkules - Roman

Das Grab des Herkules - Roman

von: Andy McDermott

Goldmann, 2011

ISBN: 9783641055400 , 512 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 7,99 EUR

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Das Grab des Herkules - Roman


 

9 Botswana (S. 124-125)

Hallo!«, sagte die hochgewachsene Afrikanerin, die Arme abweisend vor der Brust verschränkt. »Wenn das nicht Edward Chase ist.« »Tamara Defendé«, erwiderte Chase, als sie sich ihr näherten. Eine Weile musterten die beiden einander argwöhnisch, dann schloss sie ihn in die Arme. »Eddie!«, rief sie begeistert, drückte ihn an sich und zerknautschte seine Lederjacke. »Schön, dich zu sehen!« »Es ist schon eine ganze Weile her«, schnaufte Chase und versuchte sich von ihr zu befreien.

»Okay, TD, du kannst mich jetzt loslassen. Ich kriege keine Luft mehr.« Nina und Sophia sahen einander an. »War das bei dir auch so?«, flüsterte Nina. Sophia nickte. »Geheimnisvolle Frauen in aller Welt, meinst du? Hmm, ja.« »TD«, übernahm Chase die Vorstellung, »das ist Dr. Nina Wilde« – Nina entging nicht, dass er kein Wort über ihre Beziehung verlor –, »und das ist Sophia Blackwood. Nina, Sophia, das ist TD, eine gute Freundin von mir.«

TDs neugieriger Miene war zu entnehmen, dass sie über Sophias Beziehung zu Chase Bescheid wusste, doch sie enthielt sich einer Bemerkung. Stattdessen schüttelte sie ihr mit festem Griff die Hand. »Schön, euch beide kennenzulernen.« »Woher kennst du Eddie?«, fragte Nina. Chase warf ihr einen warnenden Blick zu – ein weiteres militärisches Geheimnis, vermutete Nina –, doch TD grinste breit, bevor sie antwortete. »Ich bin Pilotin und besitze ein eigenes Flugzeug«, sagte sie und lächelte Chase an, der anscheinend unter nervösen Gesichtszuckungen litt.

»Eddie und seine Kumpels haben mich irgendwann einmal gebeten, sie an verschiedene Einsatzorte in ganz Afrika zu fliegen. Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen, ihr wisst ja, wie das bei Eddie so ist!« »In letzter Zeit nicht mehr«, warf Chase ein. »Meistens hocke ich hinter dem Schreibtisch.« »Das ist aber schade!« TD hatte einen melodischen westafrikanischen Akzent, mit Anklängen ans Französische und Niederländische. »Du wirst auf deine alten Tage doch nicht etwa einrosten!« »Ich geb mir Mühe«, sagte Chase, der die Anspielung auf seine »alten Tage« ganz und gar nicht lustig fand. »Hast du alles, worum ich dich gebeten habe?« TD nickte. »Im Flieger. Kommt mit.« Sie deutete mit dem Daumen auf einen zerbeulten Landrover ohne Verdeck, der in der Nähe abgestellt war.