Band 3 - Ach, wär ich nur zu Hause geblieben - Lustige Urlaubsgeschichten

von: Kerstin Gier

Bastei Lübbe AG, 2011

ISBN: 9783838712703 , 50 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 0,99 EUR

  • Erst in der Nacht - Roman
    Wer Wind sät
    Papa ante Palma - Mallorca für Fortgeschrittene
    Der Verräter von Westminster - Ein Thomas-Pitt-Roman
    Die Abtei von Wyldcliffe - Die Schwestern der Dunkelheit

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Band 3 - Ach, wär ich nur zu Hause geblieben - Lustige Urlaubsgeschichten


 

"Eine Villa in der Toskana (S. 23-24)

Dr. Kahl hat eine Villa in der Toskana«, sagte mein Vater. »Mit acht Schlafzimmern, einem Pool und einem Tennisplatz.« »Wie schön für Dr. Kahl«, sagte meine Mutter. »Wie schön für uns«, sagte mein Vater. »Denn Dr. Kahl will unbedingt, dass wir dort umsonst Urlaub machen.«

Dr. Kahl war Teilhaber und Geschäftsführer einer Firma namens ACTI, und er wollte unbedingt, dass mein Vater Vertriebsleiter bei ACTI wurde. Mein Vater war recht zufrieden als Vertriebsleiter einer anderen Firma, deren Namen sich ebenfalls aus Großbuchstaben zusammensetzte, und er sah keinen Grund, die Stelle zu wechseln. Meine Schwester und ich wollten auch nicht, dass er die Stelle wechselte, und das lag an der Hupe des Firmenwagens, die wir sehr in unser Herz geschlossen hatten.

Sie machte nicht »Möööööööök« wie alle anderen Hupen, sondern ein fröhliches und melodiöses »Tatatatatataaaata«. Wenn mein Vater uns zur Schule brachte, musste er zum Abschied immer »Tatatatataaaaaata« hupen, und dann waren alle Kinder neidisch. Niemand konnte uns garantieren, dass der Firmenwagen bei ACTI genau so eine Hupe haben würde. Dr. Kahl gab so schnell aber nicht auf. Er verabredete sich einmal in der Woche mit meinem Vater zum Tennisspielen und lobte seine Rückhand ebenso sehr wie seine Fähigkeiten in Mitarbeiterführung. Er bot ihm auch das Du an und nannte ihn »mein Freund«.

»Der will dich doch nur weich klopfen, damit du in seiner Firma anfängst«, sagte meine Mutter. »Unsinn«, sagte mein Vater. »Dr. Kahl und ich sind Freunde.« In der Adventszeit schickte Dr. Kahl uns eine riesige Kiste Nürnberger Lebkuchen nach Hause, und meine Schwester und ich waren hellauf begeistert von Dr. Kahl.

Vor allem wegen der Dominosteine. »Der will euch nur weich klopfen«, sagte meine Mutter. »Damit ihr euren Vater überredet, in seiner Firma anzufangen.« »Unsinn«, sagte mein Vater. »Dr. Kahl wollte den Kindern nur eine Freude machen.« An ihrem Geburtstag kam mit Fleurop ein Blumenstrauß für meine Mutter. Von Dr. Kahl."