Meditationen, die unser Herz öffnen

von: Jack Kornfield

Goldmann, 2011

ISBN: 9783641053390 , 224 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: Wasserzeichen

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Preis: 13,99 EUR

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Mehr zum Inhalt

Meditationen, die unser Herz öffnen


 

Liebende Güte (S. 25-26)

Unser größter Schutz im Leben ist die liebende Güte. Buddha   Die Liebe ist ein großartiges Geheimnis. Unermesslich, unsichtbar wie die Schwerkraft verknüpft sie unaufhaltsam alle Dinge.   Wir sehnen uns nach dieser Liebe. Wir möchten lieben und geliebt werden. Wo wir auch sein mögen – wir können zur Liebe erwachen.   Wie eine liebende Mutter auf das Wohl ihres einzigen Kindes bedacht ist, so entwickle eine allumfassende liebende Güte, lass sie dir selbst und allen Wesen angedeihen, als seien sie deine geliebten Kinder. Buddha  

Liebende Güte bietet dem anderen Sorge und Wohlwollen an, ohne etwas aufzurechnen oder zu erwarten. Sie trennt nicht das eigene Wohlergehen von dem der anderen. Auf wahre Liebe ist Verlass. Unsere Liebe für andere ist Ausdruck unseres Vertrauens in die Liebe an sich. Nichts kann sie aufhalten, ganz gleich, was geschieht.  

Liebe verbindet mit dem Leben. Liebe erweitert unseren Horizont, schafft Gemeinschaft, macht uns anmutig und edel. Liebe streut Blumen der Fürsorge und Taten der Großherzigkeit. Was immer sie berührt, macht sie schön. Wir können jederzeit über unser kleines Selbst hinausgehen und dem anderen als Teil eines Ganzen in Liebe begegnen.   Wenn wir am Ende unseres Lebens Rückschau halten, wird es zwei einfache Fragen geben: Habe ich mein Leben wirklich gelebt? Habe ich von ganzem Herzen geliebt?  

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. 1. Korinther 13, 1 – 2   Manchmal haben wir das Gefühl, nicht lieben zu können. Denn unsere Liebe ist unter all dem verwirrenden Leid um uns und in uns begraben.

Trotz aller Wirren müssen wir zur Liebe zurückfinden, mit dem Körper und im Herzen, innerhalb der Gemeinschaft, in allen Dingen.   Ohne Liebe versiegt unsere Kreativität. Ein Geschwür ist eine ungeküsste Muse, deren Ablehnung sich nun rächt. Es ist ein nicht getanzter Tanz, ein nicht gemaltes Aquarell, ein ungeschriebenes Gedicht. John Ciardi   Unsere Gesellschaft hat vergessen, das Lieben zu lehren. Der amerikanische Schulkritiker John Gatto sagt dazu:   Es gibt viele Dinge, an denen unsere Nation zugrunde geht: gnadenlose Konkurrenz, Sexbesessenheit, die Pornografie der Gewalt, Gewinnspiele, Alkohol, Drogen und die schlimmste Obszönität von allen – ein dem Konsum ergebenes Leben als Religionsersatz.   Auch in harten Zeiten müssen wir lernen zu lieben.

In uns allen lauern Abgründe des Verbrechens und der Zerstörung. Wir sollen sie nicht ausleben, sondern in uns und in anderen verwandeln.   Albert Camus   Groll schadet uns. Was aus Wut oder Ärger begangen wird, endet in Schande. Benjamin Franklin   Unsere Zeit ist zu kostbar, um nicht zu lieben. Angesichts der Kürze unseres Lebens, wer wollte da noch streiten? Buddha   Liebe übersteigt Schuld und Sühne. Wenn nur alles so einfach wäre! Wenn es nur eine ganz besondere Sorte Menschen gäbe, die heimtückische Verbrechen begeht, bräuchte man sie bloß vom Rest der Menschheit auszusondern. Aber die Grenze zwischen Gut und Böse verläuft im Herzen eines jeden Menschen, und wer möchte schon einen Teil seines eigenen Herzens abtöten?