Die Geologie der Zermatter Ophiolithe im Bereich Rothorn bis Rimpfischwäng

von: Yvonne Fazis

GRIN Verlag , 2007

ISBN: 9783638607322 , 147 Seiten

Format: PDF, ePUB

Kopierschutz: frei

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Preis: 24,99 EUR

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Die Geologie der Zermatter Ophiolithe im Bereich Rothorn bis Rimpfischwäng


 

Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 39 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Etwa 3 km östlich von Zermatt (Kanton Wallis/Schweiz) liegt das Wander- und Skigebiet Rothorn, welches mit den Bergbahnen sehr gut erreicht werden kann. Folgt man dem Wanderpfad vom Unterrothorn in östlicher Richtung zum Pfulwe Pass bei der Rimpfischwäng, dann durchwandert man zwei grosstektonische Einheiten des Südpenninikums, die durch triassische Sedimente am Oberrothorn von einander getrennt werden. Die östliche Hälfte des Gebietes gehört zu der bemerkenswerten Zone von Zermatt-Saas Fee und enthält eine vielfach überprägte (polymetamorphe) Ophiolith Mélange. Zu diesen Gesteinen zählen die Metabasalte mit Relikten von Eklogiten (Indikator für Hochdruckbedingungen), Metagabbros, sowie serpentinisierte Ultrabasika. Diese Gesteine sind allesamt das Überbleibsel eines Ozeanbodens (Piemont Ozean) der in einem Frühstadium der alpinen Gebirgsbildung subduziert und später wieder exhumiert wurde. Ziel dieser Diplomarbeit war es, die großtektonischen Einheiten der Zone von Zermatt-Saas Fee, die Trias-Schuppe (Cimes Blanches Decke) und die Rothorn Zone (Combin Zone) in einer geologischen Karte im Maßstab 1:10 000 darzustellen und zu beschreiben. Dabei sollte unter anderem besonderer Wert auf die Metasedimente der Ophiolithzone von Zermatt-Saas Fee gelegt und erstmals deren Zuordnung zur Zone von Zermatt-Saas Fee kartographisch erfasst werden. Zusätzlich galt es, die Mineralparagenesen der Hochdruckmetamorphose der Metabasika geochemisch zu analysieren und Druck- und Temperaturbedingungen zu ermitteln. Anhand von geochemischen Untersuchungen konnte für die Eklogite ein erstaunlich hohes Metamorphosemaximum bei bis zu 25 kbar und max. 650 °C ermittelt werden. Aus Röntgendiffraktionsmessungen für die Kalzit-Dolomit-Thermometrie konnte von Proben aus der Rothorn Zone bei 4 kbar eine metamorphe Bildungstemperatur von 369 und 428 °C im grünschieferfaziellen Bereich ermittelt werden. Diese Arbeit erhebt nicht den Anspruch von jedem Naturfreund und Wanderer verstanden zu werden. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine wissenschaftliche Abhandlung die dem fachkundigen Laien als geologischen Wanderführer dienlich sein kann, sofern ein Grundlagenwissen einzelner Fachbegriffe ist bereits vorhanden ist.